Was schmeckt am besten?

Babymilch aus Pulver. Habt ihr mal dran gerochen? Süßsäuerlich und mit einem stumpfen, leicht muffigen Abgang. Liegt das an der Fertignahrung? Liegt es daran dass, Schande über unser Haupt, weil wir die günstigste Nahrung von Babyvita verfüttern? Der Kleinen schmeckt es. Tut mir aber bitte den Gefallen und probiert selbst mal die Reste. Es ist echt widerlich. Mit der Muttermilch hat es ja nicht geklappt. Weil wir Rabeneltern sind, ist doch ganz klar. Darauf habe ich weiter unten mehrfach hingewiesen. Aber die schmeckt doch auch nicht besser…äähmm sagt man.

Was wäre, wenn wir als Erwachsene in unserem Leben geschmacklich nie etwas anderes kennengelernt hätten? Würden wir dann auch am Daumen lutschen?  Oder gäbe die Verfechter des Schnullies und die des Daumens, so wie es Vegetarier und überzeugte Fleischesser gibt? Ganze Abendmagazine im Privatfernsehen würden sich mit der Frage beschäftigen was besser schmeckt und was gesünder ist. Unser kleines Blümchen hat sich momentan noch auf keine Seite geschlagen. Ihr scheint beides zu schmecken – den Daumen hat sie längst entdeckt und am liebsten würde sie sich die ganze Hand und gleichzeitig noch einen Schnuller in die Schnute stopfen.

Seltsam oder? Wir Erwachsene würden die Krise bekommen, wenn wir jeden Tag das gleiche essen müssten. Babys tun das völlig ungefragt. Kenn ihr die Geschichte von Shin Dong-Hyuk? Der Arme wurde in einem nordkoreanischen Arbeitslager geboren und hat 23 Jahre lang nichts anderes gegessen als Kohlsuppe. Er ist nur deshalb unter schwierigsten Umständen aus dem Lager ausgebrochen, weil ihm ein Mitgefangener erzählt hat, dass es auch andere Gerichte gibt. Er hat ihm von gebratenem Fleisch erzählt und davon, dass man das außerhalb dieser Mauern verzehren kann. Der junge Shin Dong-Hyuk hätte den Ausbruch nicht gewagt, wenn ihm nicht derart das Wasser im Munde zusammengelaufen wäre – schließlich wusste er nicht, dass es außerhalb des unmenschlichen Lagers noch eine andere Welt gab. Ich kann Euch wirklich empfehlen am Mittwoch den 05. März auf Arte die Verfilmung seiner Geschichte anzuschauen: Camp 14 – Total Control Zone: Mittwoch 20.15 Uhr auf Arte. … oder schaut mal den Trailer auf youtube an.

Wohin würden wir fliehen wenn wir nur Babymilch oder nur Kohlsuppe essen müssten?

Ich freue mich jedenfalls schon unheimlich darauf Brei zu füttern. Dann können wir endlich die Weichen in Richtung Gourmet-Kind stellen. Vor allem soll man sich bemühen möglichst viele Geschmäcker anzubieten, damit das Kind später auch alles isst und viel ausprobiert. Wenn es nämlich immer nur das Gleiche gibt, weiß ich schon genau wie groß das Geschrei bei jeder Reise sein wird. Immer genau dann, wenn wir ein überdimensionales „M“ an einer Autobahnausfahrt unbeachtet links (oder rechts) liegen lassen.

Wir sind vorbereitet. Über eine Free-Your-Stuff Gruppe auf Facebook habe ich jede Menge Einmachgläser geschenkt bekommen. Und ein tolles Breibuch haben wir von einer Bekannten bekommen „Die besten Breie für ihr Baby“. Wer jetzt wirklich glaubt, dass es bei mir blos simplen Möhrenpüree-Brei gibt der täuscht sich. Mit Gerichten wie „Minzrisotto mit Erbsen an frischem Lachs“ werden wir die Kleine schnell von den ekelhaften Milchpulvergetränken abbringen. Ich habe vor ein paar von meinen eigenen Breirezepten hier zu veröffentlichen.

Weil nicht jeder so motiviert an die Sache rangehen wird, habe ich hier noch eine Fütteralternative für faule Eltern. Einfach regelmäßig nachfüllen und dem Kleinen wird es schon gutgehen. Dann kann man auch in Ruhe eine rauchen oder RTL2 glotzen.

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Den Crib Dribbler kann man hier kaufen!

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