Zweisprachige Erziehung

Es gibt ja zahlreiche Elternratgeber im Internet. Ihr wisst ja auch was ich davon halte; nicht allzu viel. Trotzdem kann ich es nicht lassen und muss immer wieder welche lesen. Zum Beispiel den Ratgeber über die Babyentwicklung auf hallo-eltern.de. Lustigererweise können die dort nicht richtig zählen. Im verlinkten Artikel geht es um die neunte Lebenswoche. Das Baby ist dann also 8 Wochen + X Tage alt. Auf der Seite wird aber immer über 9 Wochen alt geredet… Naja whatever. Jedenfalls steht dort, dass das Kind jetzt schon anfängt „einen passiven Wortschatz anzulegen“. Deshalb soll man spätestens jetzt anfangen mit dem Kind zu reden….Ach was? Darauf wäre ich ja gar nicht gekommen. Man soll aber auch schon anfangen Geschichten zu erzählen und Lieder vorzusingen.

Jeder der mich kennt, weiß, dass ich das mit den Liedern singen schonmal probiert habe. So mit 18 bis 20 Jahren. Und jeder der mich kennt, wird auch froh darüber sein, dass ich meine musikalische Karriere schnell wieder beendet habe und die Welt nicht länger mit schiefen Liedern malträtiere. Meine Tochter will ich ungern mit meiner musikalischen Inkompetenz belästigen.

Meine Frau, Französischlehrerin, legt großen Wert darauf, dass die Kleine einen positiven Bezug zu Frankreich entwickelt…… und kann selbst noch schlechter singen als ich (ja, es geht).

Jetzt schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe. Ich habe eine tolle CD gefunden auf der deutsche und französische Kinderlieder zusammen drauf sind. Angeblich lernen die Kleinen dabei wie von selbst französisch und werden nicht durch elterliches Schiefsingen verschreckt. Einen Grund sofort zuzuschlagen war auch der Titel der CD: Mein allerliebster Papa, was mir natürlich schmeichelt und den Kauf erleichtert hat.

Ich hoffe das reicht, damit Blümchen einen passiven Wortschatz anlegt. Ein passives Wörterbuch wird dann gleich mit angelegt. Ich spare dann schonmal auf den ersten Frankreichurlaub.

Anmerkung: Unser Kind wird nicht überfördert. Manche Eltern melden ihre Kinder mit 8 Wochen schon zum Geigeunterricht, zum Voltegieren und zum Chinesischkurs an.

Ach und nochwas: Das 1 Millionen Euro Reihenmittelhaus in München scheint schon verkauft zu sein. Der Hammer, oder? Die Leute kaufen das auch noch… ich fass es nicht. Ich werde Immobilienmakler in München.

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