Das letzte Mal allein sein

Meine Frau und ich haben beschlossen die letzten Tage allein nochmal richtig zu genießen. Gestern waren wir im Kino und haben uns „Du darfst nicht schlafen“ angeschaut. Ein Thriller dessen Titel hoffentlich nicht zum Motto unserer nächsten Lebensmonate wird. Obwohl der Film erst FSK 12 ist, haben wir die Kleine versteckt im Mutterbauch ins Kino schmuggeln können. À propos schmuggeln: Die viel zu teuren Getränke und Süßigkeitenpreise im Cinemaxx wurden mit selbstmitgebrachten M&M’s und einer „unauffälligen“ Dose Bier torpediert. Das Bier war selbstverständlich für Papa.

Noch 10 Tage bis zum Geburtstermin. Das heißt mindestens noch zwei weitere Kinotermine, die auf unserem Plan stehen: „Tribute von Panem“ und „Hobbit“ falls das Kind übertragen wird.

Auch mit dem Essen lassen wir es uns noch einmal richtig gut gehen. Das Jamie Oliver Kochbuch wird oft zur Rate gezogen. Gestern gab es leckeres Schweinefilet in Schinkenmantel mit aromatisiertem Reis und dazu Bohnen. Der Basmatireis wird dazu in Wasser gekocht, in dem vorher 10 Minuten lang getrocknete Steinpilze und frischer Thymian geköchelt haben. Das Schweinefilet säubern, mit Paprika, Salz, Pfeffer und Koriander würzen und mit Schinken ummanteln. Scharf anbraten und dann in den Ofen zum nachziehen und durchgaren. Den Fleischsaft mit Marsala und Weißwein ablöschen und auch ein paar Salbeiblätter mit anköcheln. Der Rest Wasser von den eingeweichten Steinpilzen darf auch mit rein. Dann die Soße einkochen lassen und abschmecken und ggf. andicken. Die Bohnen ganz traditionell kochen, so wie man es von Oma, Mutter oder Tantchen kennt.

Die nächsten Rezepte sind schon anvisiert und ein Besuch in unserem Lieblingsrestaurant Casa Verde soll auch noch terminiert werden.

Ein entspannendes Bad zu zweit tat übrigens den Rückenschmerzen meiner Frau richtig gut. Aber na klar, bald werden wir zu dritt baden. Dann mit Planschgeräuschen der Kleinen. Nicht so romantisch aber anders schön, denk ich mir.

Am Wochenende steht eine letzte Grundsäuberung der Wohnung auf dem Programm. Dann sind wir bereit und das Kind kann endlich kommen.

Ach und dann war ich noch besonders clever: Am Sonntag haben wir mit unserer Herrenvolleyballmannschaft das wohl wichtigste Spiel der Saison, es geht wahrscheinlich um den Aufstieg. Natürlich auswärts, fast 200km entfernt. Meine Frau will eigentlich nicht unbedingt, dass ich hinfahre, es kann ja schließlich jeden Moment losgehen. Aber: Ihre Freundinnen wohnen auf dem Weg und jetzt habe ich sie einfach dort zum frühstücken eingeladen, so dass sie gut versorgt ist und ich trotzdem das ach so wichtige Punktspiel machen kann.

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