Selbstoptimierter Mann

Wir Männer und Väter haben es zum Glück ziemlich leicht. Wir müssen nicht viel nachdenken, wir sind nicht mehr in der Pubertät. Wir wissen genau was wir wollen. Wenn wir irgendeinen Zweifel hegen, dann gehen wir einfach an das Zeitschriftenregal im nächstbesten Supermarkt oder an einen Bahnhofskiosk. Dann sagt man uns ganz genau wer wir sein wollen und was wir dafür tun müssen.

Zuerst einmal wäre da der eigene Körper, Zeitschriften wie Men’s Health zeigen uns schon auf dem Cover wie der auszusehen hat. In lasziver Pose räkelt sich das muskeldefinierte Model lässig über einige der Subüberschriften an der Seite. In schwarzweiß wirken die mit Photoshop verstärkten Muskelpakete noch definierter. Die Textüberschriften sind natürlich in leuchtenden Farben, denn das ist ja genau das was wir Männer wissen müssen – „Zum perfekten Beachbody in 8 Wochen“. „Das Profi Workout.“ oder „So gibt’s die Sieger-Muskeln“. Zum Glück müssen wir uns darüber also keine Gedanken mehr machen. Auch mit Ernährung müssen wir uns zum Glück gar nicht mehr beschäftigen. Das Optimum finden wir ebenfalls in Lifestyle Magazinen: „30 Tricks der Profi Köche“ – „Vegan zum Erfolg“.

Natürlich machen optimale Männer neben hartem Training auch locker Karriere und zeigen dies mit luxuriösen Sportwagen oder SUV’s. Wie das geht zeigen uns unzählige Bücher. Tippe ich bei amazon Selbstoptimierung ein, bekomme ich alleine 209 verschiedene Ratgeber angezeigt. Im Bett ist der optimierte Mann natürlich eine Granate, er ist immer bereit, probiert die neuesten und ausgefallensten Erotiktrends aus, natürlich ausschließlich mit seiner Ehefrau. Der optimale Mann ist schließlich auch ein perfekter Ehemann. Und die Ehefrau erstmal – sie ist natürlich covertauglich!

Mit dem Rauchen hat Mister Adonis schon längst aufgehört. Getrunken wird nur zuckerfrei und wellnessorientiert. Ein Bier gibt es höchstens mal, wenn besonderer Besuch da ist und dann natürlich auch nicht das Mainstreambier aus dem Supermarkt. Nein, der optimale Mann trinkt Statussymbol: Zum Beispiel den Hofmark – KOOPRATOR für 319 Euro die Flasche. Der Body-Mass-Index liegt bei 24,6 und ist von der Sorte muskelbepacktes Idealgewicht. So läuft sich auch der vierteljährliche Marathon in knapp drei Stunden. Danach geht es regelmäßig zum angesagtesten Club der Stadt, wo man alle Leute kennt – schließlich ist man nicht nur einfacher Gast sondern legt als DJ die coolsten Platten auf, die außer einem selbst noch niemand kennt, deren Interpreten aber in wenigen Jahren voll durchstarten werden. Ach ja und ein bis zwei außergewöhnliche Hobbies gönnt Mann sich natürlich auch noch. Der optimierte Adam ist selbstverständlich modisch korrekt und stets höflich, zielgerichtet und vorzeigbar. Schlechte Laune: Niemals!

„Essen, Sport und Gesundheit sind zur Ersatzreligion geworden“ schreibt auch schon die Süddeutsche Zeitung. Das Schlimme ist: Überall gibt es Bekehrer und Besserwisser. Schönheitschirurgen, Lifestyle-Konzerne und Modelabels sind die moderne Inquisition. Denn schafft Mann oben Beschriebenes nicht, dann ist Mann ein Versager, er muss tief ins Portmonaie greifen um Versäumtes durch Wellnessdrinks, Hipster-Chic oder eine kleine Fettabsaugung zu büßen. Da gibt es keine Ausrede!

Hey, das hier ist ein Papablog. Ach ich habe es fast vergessen. Ein guter Papa sein, das muss ein selbstoptimierter Mann natürlich auch noch.

Unsere Kinder verlangen viel weniger von uns: Zeit, Liebe und Anerkennung. Meiner Tochter ist egal, ob ich bei der neuen Ersatzreligion mitmache. Im Gegenteil: Wenn ich zu sehr an meiner Marathonzeit arbeite oder Stunden in irgendwelchen Plattenläden verbringe, ist sie traurig, dass ich die Zeit nicht für sie habe. Wenn ich jede Menge Überstunden mache um meine Karriere voranzutreiben, wird sie mich womöglich nicht mehr freudig umarmen sobald ich nach Hause komme, sondern längst von Mama ins Bett gebracht worden sein. Vielleicht ist Papa’s BMI-30-Bauch ja viel gemütlicher als ein hartes Waschbrett? Selbst im Bürgerlichen Gesetzbuch steht es: Kein Kind hat Anspruch auf Idealeltern. Und ich glaube, das verlangt auch kein Kind von uns: Perfekt zu sein.

Mittlerweile sind wir soweit, dass der Kapitalismus es aus den Werken und Betrieben heraus geschafft hat. Nicht nur, dass der Umsatz optimiert wird und das EBITDA gesteigert werden muss, nein auch der Mensch ist zu einer optimierbaren Ressource geworden. Zu viele von uns machen einfach blind mit und versuchen mit allen Mitteln der Beste zu sein, besonders cool oder vermögend. Was die blinde Optimierung der Wirtschaftlichkeit von Konzernen aber mit den Menschen, der Umwelt oder der Gesellschaft gemacht hat, wollen viele nicht wahrhaben. Was passiert erst, wenn wir uns selbst als betriebswirtschaftlich optimierbare Ressource verstehen? Wir sind Papa’s, da sollte es nicht mehr nur um uns selbst gehen. Optimieren wir lieber unsere zwischenmenschlichen Beziehungen statt unseren Fuhrpark. Spätenstens im Alter, wenn wir kein Vollgas mehr geben können, werden wir es zurück bekommen. Aus optimierender, kapitalistischer Sicht, könnte man das also sogar als ein Invest betrachten 🙂

Statt „Perfekt“ zu sein, sollten wir uns also darauf konzentrieren „Gut“ zu sein. Gute Väter und gute Ehemänner, gute Mitarbeiter und wir sollten versuchen bei guter Gesundheit zu bleiben. Wir sollten gut Essen und  versuchen gutes Geld für gute Arbeit zu bekommen. Dann darf es ab und an auch mal ein gutes Bierchen sein.

Optimiert Euren Perfektionismus!

PS: Ich werde versuchen meine Schreibfrequenz etwas zu optimieren, damit ihr nicht erst wieder in 6 Monaten den nächsten Artikel von mir lesen könnt.

Tramper mitnehmen im Kinderauto

Im letzten Beitrag habe ich mich ja schon auf einen Artikel von Jonas Ratz bezogen. Ich muss es heute leider nochmal tun. In seinem neuesten Artikel „Bei uns wollt ihr nicht mitfahren, liebe Tramper“ – auf Spiegel online beschreibt er, wieso in seinem mit zwei Kindern besetztem Auto, seiner Meinung nach kein Tramper mitfahren will. Er malt sich aus, dass sich der rastahaarige Tramper, den er und seine Frau an der A7 stehen gelassen haben, nach kürzester Zeit wegen Schokoladenschmierereien, Zankereien und Schnullerwurfaktionen seiner Kids fluchtartig aus dem Auto verabschiedet hätte. Ich behaupte Jonas Ratz ist selbst noch nie getrampt und benutzt seine offensichtlich sehr anstrengenden Kinder um eine Ausrede zu haben einen armen Anhalter stehen zu lassen. Ziemlich schlappe Nummer Jonas!

Zugegeben: Bei uns im Auto sieht es aus wie Sau. Überall Krümel, alles liegt durcheinander. CDs mit kinderberuhigenden Liedern stapeln sich in allen Ablagen. Dazwischen Snacks, Tücher und wer weiß, möglicherweise befindet sich unter dem ein oder anderen Sitz ein Komposthaufen, der sich aus den verrottbaren Resten gebildet hat, die sich während der Fahrt regelmäßig ins Nirwana der Fahrerkabine verabschieden. Aber: Das ist nem Tramper alles völlig egal!

Ich stand einmal, damals noch kinderlos, an der besagten A7 als ein Peugeot 106 anhielt. Vollgestopft. Eine Familie aus Eritrea, die seit wenigen Jahren in Deutschland Asyl gefunden hatten waren sich nicht zu fein, ihren mittleren Rücksitz zwischen den beiden Kiddies anzubieten. In der Mitte zwischen dem ca. sechs Jahre altem Mädchen und dem etwa drei Jahre jüngeren Jungen fühlte ich mich von Anfang an wohl. Zumal sie mich reichlich mit ihren Keksen gefüttert haben. Dazu gab es soviel Johannesbeerschorle wie ich trinken konnte und die Eltern erzählten mir ihre spannende Geschichte. In Eritrea gibt es keinen Militärdienst auf Zeit. Soldaten werden einfach in den Dörfern rekrutiert und mitgenommen. Ganz egal ob Papa oder nicht, sie müssen in der Armee dienen, so lange bis sie tot sind. Als mein Fahrer von der Armee abgeholt werden sollte, ist er durch ein Fenster in seiner Lehmhütte mit Kleinkind, Baby und Ehefrau geflohen, durchquerte zu Fuß zahlreiche Minenfelder, die Grenze zum Sudan, ging zu Fuß durch halb Ägypten und landete irgendwann mit einem Schleuserboot in Griechenland. Schließlich mussten sie mit der jungen Familie 16 Monate mit vielen anderen Familien in einem winzigen Raum in einem Asylbewerberheim ausharren ehe der Asylantrag genehmigt wurde. Er fand Arbeit auf einer Baustelle und es reichte zu einem Kleinwagen und zu literweise Johannesbeerschorle. Super hilfsbereit und ohne Ausrede. Schneid dir mal ne Scheibe ab Jonas!

Aus Trampersicht spricht also gar nichts dagegen von einer Familie mit Kleinkindern mitgenommen zu werden. Die meisten Tramper die ich kenne freuen sich sogar sehr. Gestern erst kam ich von einem Trampertreffen zurück – unsere Kleine war mit Mama in Düsseldorf bei einer Freundin – Papa hat sich noch mal studentisch fühlen dürfen. Ich wurde ausdrücklich gebeten, unsere Kleine zum nächsten Treffen mitzubringen. Mache ich, dann campen wir zusammen.

Aber auch als Familie hat man was davon, einen Tramper mitzunehmen. Als ich in Kroatien unterwegs war nahm mich eine allein erziehende deutsche Mutter mit drei Mädchen an Board mit. Für die Mama war es super. Sie konnte endlich in Ruhe fahren und die Mädels konzentrierten ihre Energie voll auf mich. Exezzives Uno spielen, Puppen an und ausziehen und hunderte „Warum“-Fragen geduldig beantworten. Für alle ging die Zeit richtig schnell rum und die Kleinste wollte mich später gar nicht gehen lassen. Ich hätte bei denen durchaus noch im Ferienhaus mit übernachten dürfen. Super, so ein trampender Babysitter.

Liebe Eltern: Tramper gehören in jedes Kinderauto. Also nehmt sie mit! Wenn es dann doch so geht, wie bei der netten italienisches Famile, die mich einst von Stuttgart nach München mitnahm, dann kann man den Tramper ja immer noch rauswerfen. Ich wurde zu einem zweijährigen Jungen auf die Rücksitzbank gesetzt. Ich erklärte ihm viel über die LKW’s die wir überholten, schenkte ihm sogar einen Wachsmalstift, den ich für meine Trampschilder benutzte. Nach einer Weile meinte der Kleinte dann aber zu seinem Papa: „Di, Non!“ – „Der nicht!“. Offensichtlich wollte er lieber mit seinen Eltern alleine sein. Als verantwortungsvoller Mensch respektierte ich den Wunsch des Kleinen und bin an der nächsten Raste ausgestiegen.

Tag am Meer! Ziemlich schwer?

Bei meiner morgendlichen Online-Zeitungs-Mich-auf-den-neusten-Stand-bringe-Runde, fiel mir auf Spiegel Online ein Artikel von Jonas Ratz auf: „Tag am Meer? Ziemlich schwer“. Der junge Vater Ratz war offensichtlich genau wie wir im Urlaub. Am Strand, mit seinen beiden Kindern. Er scheint genauso deutsch zu sein wie wir und so erkenne ich mich in seinem Artikel wieder und nehme es zum Anlass selbst etwas zu unserem Urlaub zu schreiben.

Wir waren in La France. Logischerweise will meine Frau als frankophile Lehrerin, dass ihre Tochter frühzeitig mit der geschmeidigen französischen Sprache in Berührung kommt. Das ist wichtig, denn gerade jetzt macht sie einen geistigen Entwicklungsschub durch. Sie fängt an erste Wörter zu sprechen und es schadet nichts, wenn von Anfang an ein paar französische mit dabei sind. Lustige kindliche Wortneubildungen, die Jonas Ratz in seinem Buch „Trottelini mit Pumasan“ sammelt, sind uns natürlich herzlich willkommen.

Bevor ich Vater geworden bin, habe ich mich oft gefragt wie junge Eltern ihre Kinder so gut verstehen können, wenn diese unverständliches, nicht zusammenhängendes Zeug von sich gaben. Jetzt weiß ich es: Kinder benutzen Codewörter, die nur von den eigenen Eltern verstanden werden können. Unser liebes Mädchen ist besonders clever. Am ersten Strandtag spielten wir natürlich sofort ausgiebig im Sand. Wir haben eine kleine Eiskelle mit dabei gehabt. Damit kann man sozusagen Eiskugeln aus Sand machen. Meine Frau erklärte, dass sie jetzt mit ihr ein Eis aus Sand bauen wolle. Fortan, immer wenn meine Tochter Lust bekam im Sand zu graben, setzte sie sich auf den Boden und forderte lautstark „EIS! …. EIS! EIS!“. Zum Glück waren wir in Frankreich und die vorbeigehenden Öko-Eltern waren der deutschen Sprache nicht mächtig. Wir hätten sicher einen strafenden, bösen Blick geerntet: „Wie kann man seine Tochter mit eineinhalb Jahren schon so mit Eis verwöhnt haben, dass sie selbst am Strand lautstark danach verlangt?“. Für das Wörterbuch: Eis = Ich will im Sand spielen.

Zwei neue Wörter, die unsere Tochter nun in ihrem Repertoire hat sind „Wasser“ und „Stadt“. In Saint-Malo gab es nämlich genau diese beiden Ausflugsalternativen. Morgens, während Mama noch gemütlich duschen durfte, war mit Papa der erste Stadt-Ausflug angesagt. Unser liebes Blümchen forderte dies morgens regelmäßig ein: „Papa, Stadt!“, unterlegt mit einem bestimmenden Kopfnicken. „Get!“ … „Was möchtest du?“ … „Get!“. „Du sollst doch französisch lernen und nicht englisch.“ „Get.“, Kopfnicken. Wer hätte geahnt, dass „Get“ ein französisches Kinderwort ist, welches unsere Tochter aufgeschnappt hat? Es ist die Abkürzung von Baguette und soll mir sagen, dass ich jetzt endlich mit ihr zum Bäcker gehen soll. „Get“ scheint nun aber das Allgemeinwort für Backwaren zu sein, denn das Baguette wurde schnell durch Schokocroissants ersetzt und dafür vom Tisch geworfen. Mit einem Kopfschütteln. „Get“ = Backwaren.

Für Außenstehende kaum zu unterscheiden sein dürfte ihr Wunsch nach „Ama“ sein. Man könnte meinen, dass die Kleine ihre Oma vermisst. Dabei sollte sie mit ihren Eltern, die sie fürsorglich, rund um die Uhr, im Urlaub betüdeln doch zufrieden sein. Eltern, dafür hat unsere Tochter ein Wort, welches so voll von Logik ist, dass es in den Duden gehört: „Mapa“ = Eltern. Mama und Papa in nur einem Wort vereint. Superlogisch. Vielleicht kommt ihr darauf, wenn unsere Tochter in ganzen Sätzen spricht. „Mapa, Wasser. Ama, EIS!“. Ich übersetze: „Liebe Mama, lieber Papa ich möchte gerne an den Strand, meinen Eimer mitnehmen und im Sand spielen.“ Ama = Eimer. Das wichtigste Plastikspielzeug im Urlaub. Völlig umsonst haben wir 13 Kubikmeter Kofferraum mit anderem unnützen Plastikspielzeug vollgestopft. Der „Ama“ hätte gereicht.

Jonas Ratz schreibt außerdem von einer Inflation des Lichtschutzfaktors. Das ist mir tatsächlich auch aufgefallen und ich frage mich, wie ich zu DDR-Zeiten einen Sommerurlaub mit LSF-6 überhaupt überlebt habe. Unsere Tochter bekommt Kindersonnencreme 50+. Dazu ein UV-undurchlässiges Surfer-Shirt. Immerhin haben wir nicht wie Ratz eines mit Entchen drauf, sondern eins mit Streifen. Das macht sogar einen Mama-Kind-Partnerlook möglich. Kriegen meinen Enkelkinder einen Raumanzug am Strand angezogen und werden mit LSF-200+ eingecremt? Die französischen Kinder sind jedenfalls alle einfach so rumgerannt – noch nicht mal einen Hut brauchten die. Schon gemein, unsere Kleine hätte ihren auch nur allzugerne ausgezogen. Aber wir sind Deutsche, da muss alles wie geplant sitzen und es darf kein Risiko eingegangen werden.

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Meine beiden Damen im Partnerlook am Strand

Irgendwann war es dann doch so weit: Unsere Tochter ist zu ihrem ersten richtigem Eis-Erlebnis gekommen. Sie durfte an einem Magnum-Weiße-Mandel lutschen. Danach hätte sie locker mit den französischen Kindern mithalten können. Statt völlig aufgedreht durch die Ferienwohnung zu laufen, hätte sie wie die meisten französichen Kinder einfach bis Mitternacht aufbleiben können. Während wir das Blümchen um acht ins Bett legten, hörten wir auch Stunden später draußen noch französischen Kinderlärm. Dazu ein Artikel vom Stern: „Macht Zucker Kinder hyperaktiv?“. Ja! Ich sage ja! Die französischen Kinder werden mit Schokocroissants und Baisers zugestopft – so dass diese lange durchhalten und die Eltern abends um zehn völlig überteuerte Drei-Gänge-Menüs in sich hineinschaufeln können, während die Kinder immernoch aufgedreht spielen. Zur Not wird eben noch ein bisschen Rotwein eingeflößt – dann merkt das Kind auch nicht, wie es am nächsten Tag am Strand ohne Hut und Sonnencreme langsam verbrennt.

 

Papas neue Mädels

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„Kommt her, ich will Euch streicheln!“

Papa’s neue Mädels sind da. Zwei Hühner bereichern seit einigen Wochen unseren Garten. Ich bin selbst mit Hühnern bei meinem Opa groß geworden und fand das immer spannend. Für die Hühner war es das sicher nicht – für die war es Stress pur. Auch für unsere beiden Hennen wird es nicht gerade entspannend, ein Glück steht über hühnerscheuchende Kinder nichts im Tierschutzgesetz.

Die beiden Damen stammen von einem netten Albaner, der in der Nähe extra einen kleinen Schrebergarten gekauft hat um dort ein paar Hennen und einen Hahn laufen zu lassen, weit ab vom nächsten Wohngebiet. Der hatte auch seine direkten Kleingärtnernachbarn gefragt, ob es denen was ausmacht wenn dort Hühner rumlaufen. Nun macht aber der übernächste Nachbar, der alle paar Wochen mal in der Laube ist, Stress. Die Viecher würden stinken und sogar vor Gericht waren sie schon. Der nette Albaner hat Recht bekommen, der übernächste Nachbar stichelt trotzdem so weiter, dass ihm jetzt die Lust vergeht und er die Hühner nach und nach über ebay Kleinanzeigen abgibt. Das ist Integration pur: Ein junger Albaner passt sich der deutschen Engstirnigkeit an. Naja, die beiden Hennen sind bei mir gut aufgehoben, jedenfalls solange unsere kleine Tochter sie nicht jagt.

Die Kleine fiebert und kränkelt mal wieder aber ein: „Wollen wir zu den Hühnern gucken gehen?“ zaubert sofort wieder ein Lächeln ins Gesicht. Wenn wir das für zwei Hühner großzügig angelegte, 60m² große, Gehege betreten (bei Bodenhaltung dürfte ich auf 60m² bis zu 540 Tiere halten, unfassbar), legt die Kleine den Zeigefinger auf den Mund und macht „Psssssst.“ Das habe ich ihr beigebracht, schließlich darf sie das Federvieh nicht erschrecken. Sobald die erste Henne gluckernd angerannt kommt ruft die Kleine auf meinem Arm liebevoll und laut: „Halloooo Hüüüüünnaahh.“. Da war das Pssst vorher dann auch egal. Dann will sie runter um die Hühner zu streicheln. Da haben die aber gar keine Lust drauf und rennen weg. Herrlich zu beobachten, wie die Kleine hinterher rennt: „Ei Ei Ei, bogbogbog“ rufend. Ab und zu stolpert sie dabei über freigescharrte Löcher – minutenlang müssen die Hennen etwas für ihre Ausdauer tun. Wir haben keinen Hahn, deshalb kann sie das Geräusch auch noch nicht so gut nachmachen – statt Kikeriki, kommt eher ein KockKockKock, aber sie kombiniert das schon und weiß, dass es irgendwie mit den Hühnern zusammenhängt.

Die Kleine macht immer fleißig die Stalltür zu, nur doof wenn sie das nachmittags macht und die Hühner nicht mehr in den Stall können. Deshalb haben die Viecher gestern die Eier in einen Busch gelegt. Aber unser Blümchen beobachtet gut: Mit „Papa, Eier – da da!“, hat sie mir stolz die Stelle gezeigt wo die Eier abgelegt wurden.

Fazit: Haustiere und Kinder sind super kompatibel, auch wenn die Haustiere ab und zu mal ein bisschen was über sich ergehen lassen müssen – es geht ihnen besser als in der gewerblichen Tierhaltung. Für uns Eltern ist es auch super, nicht nur, dass die Kleine mit eineinhalb Jahren schon weiß wo die Eier herkommen, nein, wenn sie später nach einem Hund fragt und unbedingt ein Haustier haben will, können wir sagen, dass sie doch schon Haustiere hat und keinen Hund mehr braucht 😉 Eine Trumpfkarte in der Hand des Erziehenden.

Unterwegs im Flugzeug

Was für Geschäftsreisende Alltag ist, ist für eineinhalbjährige Zwerge ein großes Abenteuer. Eine Flugreise. Klar gibt es sie, die Hipster-Eltern der Generation-Y, die mit ihren Kleinsten direkt in antitouristische Ziele wie z.B. Malawi oder Suriname fliegen. Ob die Reise und der mehrstündige Flug dann aber wirklich so gechillt und unproblematisch waren, wie vor den feschen Freunden beim Club-Mate an der Work-Life-Balance-Bar behauptet wird, wage ich jedoch zu bezweifeln. Wir sind jedenfalls nicht so cool. Wir sind blos nach Dresden geflogen.

Und wir sind Pfennigfuchser. Statt den überteuerten Flughafenparkplatz zu nehmen, haben wir auf einem Parkplatz von Airparks geparkt, knapp 30 Euro gespart und dann mit dem inklusive Shuttle zum Flughafen gefahren. Ist das nicht uncool? Auf dem Flughafen-Köln Bonn gibt es viel für Kinder zu entdecken und im Vergleich mit Berlin Tegel, von wo wir zurück geflogen sind, ist es auch nicht so abgenutzt. Alles scheint neu und ordentlich zu sein und es gibt sogar einen Indoorspielplatz für die Kinder. Mit Bällebad. Unsere Tochter tastete sich langsam ran. Erstmal beobachten ist ihr Credo. Besonders gut beobachtet wurde der etwas ältere Junge, der rückwärts und kopfüber mit der kleinen Rutsche ins Bällebad glitt. Papa musste also die Schuhe ausziehen und mit in den Spielkäfig, um der Kleinen beim Erklimmen der Rutsche zu helfen. Die ersten zweimal wurde noch normal gerutscht., danach der ältere Junge imitiert. Der Anblick, wie eine Eineinhalbjährige auf dem Bauch eine Rutsche runterdonnert wäre sicher nichts für ängstliche Großelternaugen gewesen. Unserer Tochter war das völlig egal und mit einem Jauchzen tauchte sie in das Bällebad ein. Sie versank förmlich darin. Ein Glück ist Papa ein guter Bademeister und konnte sie immer wieder vorm Untergang im Plastikbecken bewahren. Das wäre auch eine furchtbare Schlagzeite in der Bildzeitung gewesen. „Vater lässt Tochter in Bällebad ertrinken.“ Die Wartezeit verging sprichwörtlich wie im Flug.

Das schöne beim Fliegen mit Kleinkind ist, dass der Flug für unter Zweijährige kostenlos ist. Nachteil: Das Kind hat keinen eigenen Sitzplatz und muss bei den Eltern auf dem Schoß sitzen. Für uns Väter kann das ein Nachteil sein. Kinder haben einen ausgeprägten Bewegungsdrang und schaffen es trotz dem für Kleinkinder von der Fluggesellschaft bereit gestellten Extragurt aufzustehen und auf Papas Schoß rumzutanzen. Das nächste Mal sollte ich ein Suspensorium anziehen. Ich verstehe nämlich jetzt wieso die Berliner Hipster-Eltern mit ihren Fahrradanhängern immer nur Einzelkinder durch den Volkspark Friedrichshain kutschieren: Weil die Väter nach dem Weichteil-Getrampel ihres Kindes auf dem Elfstundenflug nach Trinidad zeugungsunfähig gworden sind.

Wenn es irgendwann zu sehr schmerzt, kann man unsere Tochter wunderbar mit Essen ruhigstellen. Wie ein Geier stürtzt sie sich dann auf die mitgebrachten Apfelstücke und Knabbereien. Wenn Liebchen dann endlich sitzt, kann sich auch mal der Intimbereich vom Herrn Vater ausruhen, dafür bekommt der Passagier auf dem Platz in der Sitzreihe vor uns sein Fett weg: Die Beine von unserem kleinen Schatz halten einfach nicht still. Da wird sich am Vordersitz abgedrückt, dagegen getrampelt, geschlagen und gewackelt. Kostenlose Rückenmassage oder Körperverletzung? Die Interpretation hängt von der Toleranz des Mitreisenden auf dem Vordersitz ab. Gut ist es, wenn das Kind auf einem elterlichem Schoß mit Fensterplatz sitzt. Denn die Stewardessen schaffen es selbst auf einem 50-Minutenflug den Wagen mit völlig überteuerten Leckereien mindestens viermal an der Nase eines jeden zuckersüchtigen Kindes vorbeizuschieben. Wohl dem, der es schafft, das Kind davon abzulenken und selbst etwas zu essen eingepackt hat. Wasser gibt es für Kinder an Board übrigens kostenlos. Trotzdem haben wir unsere Trinkflasche immer an den Bars im Flughafenwartebereich auffüllen lassen. Kein Problem, wenn man nett fragt. Start und Landung kann man dann übrigens wunderbar mit einer Nuckelflasche ausgleichen. Unsere Tochter hat sich jedenfalls nie über Ohrendruck beschwert.

In Dresden wurden wir vom Opa abgeholt. Aber das ist dann eine neue Geschichte.

Ich will! (Darf aber nicht)

„Nein, man schlägt nicht mit den Händen gegen den Fernseher!“ höre ich mich selbst mit meiner Tochter meckern, als sie ich hochnehme und woanders im Wohnzimmer abstelle. Frech werde ich angegrinst. Man sieht richtig, wie sie in ihrem kleinen Kopf einen neuen Streich ausheckt. Als ich kurz zu meiner Frau schaue, weil sie mir etwas sagen will, flitzt die Kleine an mir vorbei Richtung Fernseher um wieder mit beiden Händen gegen den Bildschirm zu schlagen, so dass das Gerät beinahe umfällt. „Du darfst nicht gegen den Fernseher schlagen. NEIN, NEIN, NEIN!“ Mädchen hochnehmen und woanders abstellen folgen. Als sie wieder versucht an mir vorbei zu schlüpfen und zum Fernseher zu laufen halte ich sie fest. Die Reaktion folgt sogleich: Die Kleine wirft sich auf dem Boden, schreit und strampelt. Riesiger Bockanfall. Ab ins Reisebettchen: „Dort kann sie sich ausbocken“, denke ich mir. Doch statt weiter zu bocken lacht sie und wirft sich von einer Seite auf die andere, wie ein Boxer der sich im Ring in die Seile wirft, so dass das Bett beinahe zusammenklappt. Lustig so ein Reisebett.

In der Kita sagt man uns, dass unsere Tochter einen sehr ausgeprägten Willen hat und sie sich durchsetzen kann. „Zeugnisse muss man positiv formulieren, auch mündliche“, denke ich mir. Meine Frau sagt: „Wir müssen jetzt aufpassen, dass die Kleine uns nicht bald auf der Nase herumtanzt.“ – ich dachte immer ich habe noch Zeit bis zur Pubertät. Als Mädchenpapa eine Horrorvorstellung – die über alles geliebte Tochter kommt mit einem Checkertypen nach Hause und ist so tief in der Pubertät, dass sie sich nicht mehr beeinflussen lässt.

In der Kita hat sie einem Jungen an den Haaren gezogen, Spielzeug weggenommen und Essen geklaut. Es liegt eben am Temperament. Sie ist temperamentvoll. Wir können da wirklich nichts dafür. Das steht auch in unserer Erziehungsbibel, dem Buch Babyjahre – gehört in jeden Haushalt mit Babys/Kleinkindern.  Jedes Kind im Alter zwischen 12 und 24 Monate würde ausrasten. Das Kind könne seine Gefühle noch nicht anders zeigen. Spielzeug und Essen wegnehmen sei nicht böse gemeint. Mit eineinhalb Jahren hätte die Kleine angeblich schon ein gutes Gefühl für „Meins“, könne aber mit „Deins“ noch gar nichts anfangen.

Ich habe da andere Beobachtungen gemacht. Unser Blümchen liebt Birnen und Äpfel, besonders wenn sie sorgfältig von Mama oder Papa geschält und in kleine Stückchen geschnitten sind. Sie liebt es auch ihren Papa zu füttern. Sie hält mir also ein Stück Birne vor den Mund und als ich gerade zubeißen will, steckt sie es sich selbst in den Mund und lacht sich kaputt. Der dumme Papa ist auf einen so simplen Trick reingefallen. Also wenn das Mädchen den Unterschied zwischen „Deins“ und „Meins“ noch nicht kennt, dann müsste ich mich doch schwer täuschen.

Ich bin gespannt welche Streiche noch alles folgen werden.

 

Die Horrorfahrt

Zwei Wochen Urlaub. Endlich. Die erste Woche wird im Haus geackert, die zweite zur Erholung genutzt. Wir fahren zu meiner Mutter, über 400km. Dort werden wir uns um nichts kümmern müssen und können uns richtig verwöhnen lassen. Kein Stress wegen dem Haus. Kein Arbeitsalltag und Töchterchen wird von der Oma auch noch umsorgt und wir finden Ruhe. Soweit der Plan.

Wieder einmal stellen wir fest, dass wir eigentlich Rabeneltern sind. Elternführerschein – wir wären glatt durchgefallen. In der ersten Urlaubswoche geben wir unsere Tochter in die Kita obwohl wir zuhause sind. So viele Erledigungen haben sich angestaut, da muss so einiges abgearbeitet werden: Ämterbesuche, Business-Outfit für Papa kaufen, Arztbesuch, Garten in Form bringen und so weiter. Damit haben wir eine Ausrede um die Kleine in die Kita „abzuschieben“. Gemein oder? Und dann auch noch die Wortwahl von mir „abzuschieben“. Aber die Kleine fühlt sich sehr wohl in der Kita. Sie lernt dort sich durchzusetzen. Während andere Kinder auch lernen sich in der Kita unterzuordnen, baut unsere Tochter dort ihr „Ich bin hier der Chef“-Gen aus. Ich wette, sie wird mal Anführerin einer Mädchengang. Eine rechte Hand und Freundin hat sie auch schon in der Kita. Beim Mittagessen wird dann das Essen der anderen Kinder erpresst. Schnell ist sie mit ihrem eigenen Teller fertig, dann macht sie sich über das Essen der anderen her. Ganz der Papa – ich bin so stolz. In der Schule sind dann sicher die Handys der Mitschüler dran, in der Pubertät dann die Brieftaschen.

Viel zu Essen fordert Blümchen auch zuhause ein. Wir wollten ihr das Wort „Banane“ beibringen. Seitdem verwendet sie „Nane Nane“ für alles was essbar ist und vor Allem um uns zu sagen: „Ich will mehr!“. So auch vor der Abfahrt zu meiner Mutter. Erst hat sie eine Scheibe Brot gegessen. „Nane Nane.“ Also noch einen Joghurt. „Nane NANE“. Gut noch zwei Kekse hinterher. „NAANE NAANE“ – diesmal also eine richtige Banane – vielleicht hat sie das Wort ja doch verstanden. „NAAAAANNNNEEE“ – Ein bisschen Nudeln mit Tomatensoße haben wir noch anzubieten. „NAAANE, NAAAAAANE.“ Jetzt reichts uns, ab ins Auto wir fahren. Es ist kurz nach sechs und zur Beruhigung und zum Einschalfen reichen wir ritualgemäß eine Falsche Milch. Klappt auch alles wunderbar.

Es ist nicht besonders clever am Gründonnerstag abends, wo alle in den Osterurlaub wollen eine Mammutfahrt mit Kleinkind anzutreten. Aber alles kein Problem. Die Kleine schläft im Auto ja sowieso. Klappt normalerweise immer, vor allem wenn kein Stau ist. Logischerweise ist am Gründonnerstag überall Stau. Wir biegen bei Karlsruhe auf die A8 ein und Stoßstange an Stoßstange schieben sich gestresste, urlaubsreife, gutverdienende Vollzeitangestellte in ihren SUV’s den Osterferien entgegen. Für viele, im normalen Leben total vernünftige Leute, beginnt mit dem Besteigen ihres Autos das bitter benötigte Aggressionsabbautraining. Hupen, egal ob optisch oder mit Sound, Drängeln, nörgeln, schlicht und ergreifend die Sau rauslassen. Solche Leute, gepaart von Sirenen und Scheinwerferlicht sowie regelmäßigem Anfahren und Bremsen lassen unsere kleine Gang-Anführerin bei Pforzheim erwachen. Schweißgebadet. Wir Rabeneltern hatten sie viel zu dick angezogen. Der Husten der gerade verschwunden war, begann durch das Schwitzen erneut. Wisst ihr eigentlich was „Würfelhusten“ ist? Genau, Husten mit Erbrechen und das mitten im Stau wo man nicht rausfahren kann. Alles nass. Alles stinkt – armes Kind hustet, jammert und weint und von der taffen Gangsterbraut ist nicht mehr viel übrig. Jetzt ist man gerne wieder Kleinkind und darf es auch sein. Wir fühlen uns so schuldig. Und der Magen vom Vielfraßkind ist immer noch nicht leer. Endlich kann ich raussfahren. Ein stinkender, überfüllter Parkplatz. Meine Frau säubert die Kleine notdürftig und zieht sie um. Wir haben keine Handtücher dabei. Im Radio werden weitere 15km Stau angesagt. Was sollen wir nur tun? Wieder zurück auf die Autobahn. Stau. Anfahren, bremsen, anfahren, husten, bremsen, sich übergeben, anfahren – wieder auf den nächsten Parkplatz. Jammern, weinen, umziehen und dann passiert das, was die Stimmung urplötzlich ins Positive umkippen lässt. Ein anderer Reisender geht auf dem Parkplatz mit seinem Hund spazieren. Ein Hund ist das Tollste was unserer Tochter passieren kann. Ebend noch weinend und pitschnass vom Erbrochenen, zeigt sie histerisch quietschend auf das kleine Tier und lacht und freut sich einfach nur noch. Danach gehts weiter auf die Autobahn und die Kleine schläft ein. Sie träumt vom „Wau Wau“ und ich kann durchfahren. Kurz vor Mitternacht kommen wir an. Alles wird gut.

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Highlight beim Stadtbesuch

Die Hälfte der Kinderklamotten muss am nächsten Tag gewaschen werden und dann beginnt eine Woche Wiedergutmachungs-programm bei Oma. Es gibt Lammhackse – genau das richtige für unser Leckermäulchen – da wird wieder ordentlich reingehauen. Spätzle mit Soße. Einen ganzen Teller. Super! Dann durfte sie sogar zwei Hunde in der Fußgängerzone streicheln und im Zoo waren wir auch noch. Jeden Tag Ausflüge mit Oma, Mama und Papa zusammen – für die Kleine einfach super. Wir merkten richtig wir sehr sie das genoß und sie uns die Horrorfahrt schnell verziehen hat. Dann waren wir auch noch im Kindergarten, wo meine Mutter arbeitet. Highlight – bei einem sehr hohen Ausländeranteil unter den Kindern waren auch einige richtige kleine Gangster dabei. Ob sie den türkischen Jungen, der mit seinem Chopper-Laufrad den ganzen Hof aufgemischt hat heimlich angehimmelt hat? Ich glaube schon.

Die Rückfahrt war übrgens zwar lang, aber weniger schlimm. Wir haben einfach die Milchflasche weggelassen. Einen Tipp den ich auch noch allen geben möchte, die mit kleinen Kindern reisen. Milch stinkt im erbrochenen Zustand echt widerlich und man sollte vor der Fahrt deshalb darauf verzichten.